Da gibt es Urban Tree Music inzwischen schon seit gut zwei Jahren und wir haben schon so einiges erlebt und gemacht, doch einen Praktikanten oder – in diesem Falle nicht nur auf Grund des Pc Genderings richtig gesagt – eine Praktikantin in unserem Hause zu haben, war auch für uns eine neue Erfahrung. Wie bindet man sie in unsere Workflows ein, was kann sie schon, wie kann sie unsere Arbeit erleichtern, können wir mehr bieten als die typischen Praktikantenaufgaben und am aller wichtigsten – kann sie überhaupt Mario Kart fahren und Tischtennis spielen? So begann auch für uns Anfang Februar ein neuer Lernabschnitt in unserer Labelarbeit. Doch erst einmal folgte trotzdem das tägliche Morgenritual: Gemeinsames Frühstück mit viel Kaffee, denn sonst läuft ein Musiklabel einfach nicht. Erste Woche Einarbeitung und schon in der zweiten Woche half Katha uns, Rojah Phad Full für sein Video zu „Eiswasser“ in viele wunderbare Kostüme zu stecken. Das Ergebnis kennt ihr ja und Katha könnt ihr im Video bei 1 Minute und 11 Sekunden erspähen:
In dem selben Tempo ging es dann auch weiter. Neben ausgiebigem Frühstücken und unterschiedlichen Videodrehs, konnten wir hoffentlich auch einen guten Eindruck vermitteln, was für lange Stunden man vor Excel-Listen, E-Mail-Programmen, am Telefon und an den Videoschneideprogrammen sitzt, was die Arbeit an einem Musiklabel eigentlich bedeutet und dass man dabei trotzdem irgendwie noch Spaß an dem ganzen Kram haben kann. Neben dieser teilweise recht nervigen Arbeit, engagierte sich Katha vor allem noch bei der konzeptionellen Erarbeitung, der demnächst folgenden, zweiten Urban Tree Inside Sendung. Und da man bei so viel Arbeit auch mal die Zeit vergisst, ist die gute Katha jetzt leider auch schon fertig mit ihrem Praktikum bei uns und wir stehen wieder ohne Praktikant/in da. Das macht uns traurig und verzweifelt, also bewerbt euch doch gerne! Wir hatten auf jeden Fall eine gute und kreative Zeit mit Katha und freuen uns, sie bald wieder hier begrüßen zu können.
Wer Interesse hat bei uns Praktikum zu machen und sich mit den Themen Journalismus, Marketing, Organisation, Kaffeetrinken, Callcenter Arbeit zwischen Smalltalk und Ideen vermitteln, Mario Kart, Tischtennis, Musik- und Videoproduktion auseinander setzen möchte, schreibt eine Email an contact@urbantreemusic.de. Lassen wir an dieser Stelle doch aber auch noch einmal Katha zu Wort kommen:
„Auf der Suche nach dem Sinn meines Studiums und einem Praktikum wendete ich mich schon fast ein wenig verzweifelt an Jens. Die Antwort kam: „Ja, was willste machen, schick mal ‘nen kurzen Lebenslauf und von wann bis wann“ und schon zwei Monate später zog ich für zwei Monate nach Berlin.
Erster Tag, 09:00 Uhr:
Kaffeekochen, Kopieren, Post wegbringen
…nicht wirklich…
Wohl eher: Kaffetrinken, frühstücken, kennenlernen & einarbeiten.
Im Laufe der Zeit änderte sich nicht wirklich etwas daran, außer dass aus 09:00 Uhr auch öfters mal 11:00 oder sogar 12:00 Uhr und aus dem Einarbeiten richtiges Arbeiten wurde. Und so befand ich mich ziemlich schnell mitten im Alltag eines aufstrebenden Indielabels welches vor allem aus Bürokratie, Booking, Recherche, Videodrehs, Mario Kart und Tischtennisablenkungsmanövern besteht – alles Dinge, die man im Studium natürlich nicht lernt. Neben dem Tagesgeschäft bekam ich auch eigene kleine Aktionen und Projekte, wie zum Beispiel die Planung der nächsten Urban Tree Inside Sendung und einer kleinen Überraschung für unser Streetteam.
Rasend schnell verging die Zeit, so wurde aus Winter Frühling, aus „schon drei Wochen hier“, „nur noch drei Wochen hier“ und aus dem Dorf-Stadt-Kulturschock ganz bestimmt ein Stadt-Dorf-Kulturschock. Auch wenn die Zeit viel zu kurz war, war es eine gute und lehrreiche, aus der ich folgende Erkenntnisse gezogen habe:
- Label machen ist ein großes und unvorhersehbares Abenteuer
- Musiker sein sowieso
- Kaffee ist eben doch das Lebenselixier eines gutlaufenden Büros
- Wer Kommunikationstheorien kennt kann noch lange nicht kommunizieren, vor allem nicht im Zeitalter von E-Mails und Facebook
- Sprechen ist sowieso überbewertet, auch wenn man nebeneinander sitzt. Wofür gibt’s sonst Facebook, Mails, Skype und Doodle???
- um über die Armutsgrenze zu kommen braucht ein Musiker 10.044.524 Streams bei Spotify oder Simfy pro Monat*
- Schlafen wird überbewertet und ist sowieso total spießig
Und nun sage ich DANKE und auf Bald!!!“




